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Der Herr lässt uns nicht im Stich

29. November 2012 , Geschrieben von Visionär

Der Herr lässt uns nicht im Stich

Eine Begebenheit aus dem Leben von Jacob Hamblin

Ich arbeitete mit einer Gruppe Pioniere daran, einen Weg durch Iowa für die Heiligen anzulegen. Als dieser fertiggestellt war, konnte ich zu meiner Frau und zu meinen Kindern zurückkehren, um sie nachzuholen. Ich zog mit ihnen nach Iowa, 320 km, wo ich sie dann verließ und 160 km zu einer Ortschaft zurückging, um Kleidung und Nahrungsmittel zu besorgen.

Ich erkrankte und schickte daher nach meiner Familie, damit sie zu mir zurückkomme. Meine Frau und zwei der Kinder erkrankten einen Tag, nachdem sie zu mir kamen. Wir bewohnten eine sehr armselige Hütte, die von einer Wasserstelle ein schönes Stück Weges entfernt war. An einem der folgenden Tage unternahm ich vergeblich den Versuch, für meine Familie Wasser zu holen, denn mir fehlte einfach die Kraft. Die Nacht brach herein, und jeder in meiner Familie hatte Fieber und rief nach Wasser.

Diese verzweifelte Lage weckte in mir einige bittere Gefühle. Und es schien, dass gerade zu dieser Zeit der Herr den Satan gestattete, meinen Glauben zu prüfen, denn genau zu diesem Zeitpunkt kam ein Methodistenlehrer vorbei und bemerkte unsere elende Lage. Er versicherte mir, daß er ein komfortables Haus hätte, in da? Wir einziehen dürften, und er auch genügend von all dem lagere, das wir so dringend benötigten, wenn ich mich nur vom „Mormonismus“ lossagen würde. Ich lehnte jedoch ab und er verließ uns und ging seines Weges.

Nach diesem Erlebnis dniete ich mich nieder und bat den Herrn, sich unser anzunehmen, daß er jemanden sende, der uns in diesen schweren Zeit beistehen möge.

Ungefähr eine Stunde danach kam ein Mann namens William Johnson mit einem Krug voll Wasser und stellte diesen zu uns nieder und sagte: „Heute kam ich am Abend müde und erschöpft nach Hause, denn ich arbeitete den ganzen Tag über an der Dreschmaschine. Doch als ich zu Bett ging, konnte ich einfach nicht einschlafen: etwas sagte mir, daß ihr, weil ihr kein Wasser habt, leidet. So nahm ich einen Krug, füllte ihn beim Brunnen, und brachte ihn her. Jetzt glaube ich, daß ich schlafen kann. Ich habe viele Hühner, auch habe ich andere Sachen in meinem Haus, die für Kranke gut sind. Was ihr auch immer braucht, könnt ihr haben.“

Am folgenden Tag kamen Wachteln aus dem Gebüsch, und ich konnte ohne Schwierigkeiten fangen, was wir brauchten. Ich erfuhr später, daß die Lager der Heiligen auf ähnliche Weise versorgt wurden. "Der Stern" November 1979

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